15.03.2018

Zentrum Familiärer Brust- und Eierstockkrebs zertifiziert

Bisher einziges DIN 9001-zertifiziertes Zentrum dieser Art in Deutschland

Die Zentrumsleiterin Prof. Dr. Rita Schmutzler (M.) und der Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Edgar Schömig (Uniklinik Köln) freuen sich über die Zertifikatsübergabe durch Dr. Andrea Gilles (2.v.l.) von der Ärztekammer. Foto: Uniklinik Köln
Die Zentrumsleiterin Prof. Dr. Rita Schmutzler (M.) und der Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Edgar Schömig (Uniklinik Köln) freuen sich über die Zertifikatsübergabe durch Dr. Andrea Gilles (2.v.l.) von der Ärztekammer. Foto: Uniklinik Köln

Der Bereich klinische Beratung und Betreuung des Zentrums Familiärer Brust- und Eierstockkrebs der Uniklinik Köln ist von ÄKzert, der Zertifizierungsstelle der Ärztekammer Westfalen-Lippe, als erstes Deutsches Zentrum dieser Art nach DIN 9001 zertifiziert worden. Die Zertifizierungsstelle ist auf medizinische Einrichtungen spezialisiert und verantwortet in Nordrhein-Westfalen unter anderem auch die Zertifizierung der Brustzentren. Zwei Fachärzte mit jahrelanger Erfahrung in der Auditierung von Brustzentren und anderen medizinischen Einrichtungen führten das Audit durch.

„Diese Zertifizierung war vollkommenes Neuland für uns, sodass wir alle Prozesse, Strukturen und Konzepte ganz neu erstellen mussten. Der ganze Prozess hat rund ein Jahr in Anspruch genommen“, erklärt Prof. Dr. Rita Schmutzler, Leiterin des Zentrums Familiärer Brust- und Eierstockkrebs. Da das Zentrum maximal translational arbeitet, das heißt neueste wissenschaftliche Erkenntnisse umgehend in die klinische Betreuung bringt, sei es eine besondere Herausforderung gewesen, diesen stetigen Entwicklungsprozess abzubilden, so Prof. Schmutzler weiter. „Die Zertifizierung belegt nach außen sichtbar die Qualität unserer Betreuung. Wir sind das erste Zentrum in Deutschland, das nun eine solche Zertifizierung vorweisen kann und hoffen, dass es Schule macht. Wissensgenerierende Versorgung an universitären Zentren muss von einer transparenten und ergebnisorientierten Qualitätsevaluation begleitet werden.“ Die Auditoren zeigten sich beeindruckt von der engen Verzahnung von Klinik und Grundlagenforschung. „Das Team der Beratungsstelle zeigt durch die freiwillige Zertifizierung seinen Willen, den hohen Standard nicht nur zu halten, sondern ihn kontinuierlich weiterzuentwickeln,“ betont Dr. Andrea Gilles von der Ärztekammer.

Die Experten des Zentrums beraten und betreuen Frauen aus Familien, in denen gynäkologische Tumorerkrankungen und Brustkrebs gehäuft auftreten – von der Beratung und Genanalyse über psychologische Betreuung bis hin zu präventiven Maßnahmen und Therapien.

Nach oben scrollen